Diddi Dubbel


Diddi Dubbel- Der Mann mit der Lizenz zum Tröten.

Johannes Schwelm ist Diddi Dubbel

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Diddi Dubbel ist der Held des ersten Solos von Johannes Schwelm. Er hat nicht nur einen schlimmen Vor- und Tsunami, im Mau-Mau des Lebens hat er im Allgemeinen die Arschkarte gezogen. Als Müllsortierer wurde er vor 2 Jahren betriebsbedingt entlassen. Ursula Engelen-Kefer hatte jahrelang zu wenig Müll geredet.

Mittlerweile hat er sich zur besten 1-Euro Kraft des Kreises Neuss gemausert. Er ist „die Nr.1 unter den Super-Loosern,“ wie ihn sein Arbeitsvermittler Pizzeria Dittges-Pleumann zärtlich nennt, wenn er ihn nicht gerade anschreit. Doch Dittges-Pleumann ist leider ein fieser Möb wie er im Buche steht. Diddi bekommt von ihm die Jobs, die niemand mehr, selbst unter der Androhung der kompletten Streichung von Hartz 1-4, machen will. Diddi muss Reiner Calmund doubeln, stirbt sogar kurzzeitig dabei, reisst sich aber- wie es sich für eine Spitzenkraft gehört- wieder zusammen und führt dieses „beschissenste aller Leben“ (Adorno) einfach fort. Er muss sich im Lila-Lesben-Café „Eier ab“ vor fünf kurzgeschorenen Kampf-Emanzen für sein Mannsein entschuldigen, versagt bei der 1:1 Betreuung des Testosteron-Konzentrats Tayfun und muss- die unmöglichste aller missions impossible- Else 1 Stunde lang zuhören.

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Diddi Dubbel

Bei aller Düsternis und Schwere- bei Diddi liegt Musik in der Luft. Er rappt als Calli und erzählt von seinem dramatischen Leben zwischen Bäckerei, Metzgerei und Stadion. Anrührend auch seine Hommage an seine Medikamente, die Pizzeria Dittges-Pleumann ihm zukommen lässt, wenn Diddi wieder mal ganz unten ist. Rührend ist auch die Beschreibung der zarten Bande, die sich zwischen Diddi und einem melancholischen Nashorn entwickelt, wenn sie sich bei einem Kalbskopf in Diddis Lieblings-Imbiss Bonzo gegenübersitzen.

Wie es sich für eine richtige Geschichte gehört, denkt Diddi manchmal, es geht nicht mehr, doch dann kommt auch schon von irgendwo ein Lichtlein her. Sein Hilferuf, als er die S-Bahn nach Mönchengladbach entführt, wird erhört. Er bekommt eine Festanstellung. Zum Schluss geht’s allen gut: Diddi, dem Nashorn, Deutschland. Auch Ursula Engelen-Kefer hat wieder mit der Müllproduktion begonnen. Ihr erster Satz: „Das ist Sozial-Abbau, das ist mit uns nicht zu machen.“